Die Erde, die ich meinen Kindern hinterlassen werde, soll nicht meinetwegen in einem schlechteren, sondern in einem besseren Zustand sein.

Polsum II

Steckbrief

Historisch:

Typ: ehemaliges Bergwerk (Pumpstation)

Inbetriebnahme: 1979

Stilllegung: 2008

Tiefe des Schachts: 725

Lage: Polsum bei Marl

Projekt Greenzero:

Übernahmejahr: 2019

Flächenanteil: ca. 10.000 qm

Stand: Rückbauplanung für Aufbauten und Versiegelungen

Wie der Name erkennen lässt, ist Polsum II eng mit Polsum I verwand. Es handelt sich um die Bewetterungsanlagen des ehemaligen Bergwerks. Der übernommene Flächenanteil um den Schacht ist mit rund einem Hektar erheblich kleiner.

Auf dem Gelände befinden sich eindrucksvolle Aufbauten – große Betonklötze und -zylinder, die durch die RAG ebenfalls rückgebaut werden. Die umgebende Fläche ist bewaldet, teils mit einem schönen, älteren Laubholzbestand (vorwiegend aus Buchen).

Ein Biotoptypenmonitoring (Erfassung des ökologischen Ist-Zustands) hat auch hier stattgefunden und fließt in die Planungen und späteren Vergleichserhebungen ein.

Projekt-Planung

Rückbau

Der Rückbau der Aufbauten erfolgt herunter bis auf die Fundamente. Sofern abfallrechtlich möglich wollen wir unbelastete Teile des Abbruchmaterials schreddern und auf dem Grundstück verteilen, um auch hier zunächst nährstoffarme Areale zu gestalten. Das wäre nicht nur weniger energieaufwändig als ein vollständiger Abtransport des Abbruchmaterials, sondern auch ökologisch interessant. Es würde, wie bei Polsum I, zu einer nährstoffarmen Oberschicht der Böden führen, die Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten böte.

Botanik

Der am Grundstücksrand gelegene Wald bleibt unberührt. Die heute noch bebaute Zone wird eine Lichtung im umgebenden Wald darstellen und ökologisch wertvolle Waldrandareale erzeugen.

Auch hier entscheiden sich die Details des Vorgehens (Wahl der Anpflanzungen bzw. Aussaaten, Biotopanlage) noch schrittweise mit den Erkenntnissen beim Rückbau.

langfristiges Vorgehen

Wie bei Polsum I gilt, dass wir zukünftig zunächst einmal die Entwicklung der entstehenden Biotope beobachten und die weiteren Maßnahmen anhand dieser Beobachtungen planen. Wahrscheinlich ist eine Wiederbewaldung mit einem Laub-Mischwald im Verlaufe der nächsten 100-150 Jahre.

Diese Seite wird in gewissen Abständen aktualisiert, um über den laufenden Stand zu informieren.

Bildnachweis:

Intro-Bild: © RAG Montan Immobilien GmbH / Fotograf: Stephan Conrad