In Wimbach möchten Eckhart von Hirschhausen und ich einen klimarobusten Zukunftswald schaffen.

Zukunftswald Wimbach

Steckbrief

Historisch:

Typ: Forst aus Flurbereinigung

Baumbestand:

  • Fichte ca. 30-jährig auf etwa 1,0 ha
  • Fichte ca. 80-jährig auf etwa 0,3 ha
  • Eiche ca. 80-jährig auf etwa 0,7 ha
  • Birken, Weiden, Hasel, Kirschen, weitere Eichen u.a. auf etwa 1,1 ha

Fläche: ca. 32.000qm (3,2 Hektar)

Lage: Wimbach bei Adenau (Nähe Nürburgring)

Projekt Greenzero:

Übernahmejahr: 2020

Kooperation: Dr. Eckhart von Hirschhausen (Mitinhaber)

Stand: Regelung letzter kaufvertraglicher Fragen

Dieses Waldstück in der Hocheifel kaufe ich zusammen mit Eckhart von Hirschhausen. Es stammt aus einer Flurbereinigung und umfasst eine Fläche und gut drei Hektar. Die Fläche ist etwa zur Hälfte mit mittelalten und alten Fichten bestockt, im Übrigen mit Mischwald. Gerade der Nadelwald ist bedroht, da die Fichten drei Belastungen ausgesetzt sind:

  • Bodentrockenheit infolge waldwirtschaftlicher Bodenverdichtung
  • abnehmende Niederschläge und Hitzestress, verursacht durch den Klimawandel
  • Borkenkäfer, die den geschwächten Zustand der Bäume nutzen

Eckhart und ich nennen dieses Projekt „Zukunftswald“.

Ziele

Das Waldprojekt dient drei Zielen:

  1. Mehr persönliches Verständnis für Waldökologie und Waldwirtschaft
  2. Sammlung von Erfahrungswerten, welche Art von Wald in Zeiten des Klimawandels in derartigen Gebieten sinnvoll ist und nachhaltig gepflanzt und bewirtschaftet werden kann
  3. Bindung von CO2 als Beitrag für meine Lebensökobilanz

Hierfür arbeiten wir in enger Abstimmung mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz zusammen. Seine Forstingenieure beraten uns in Nachhaltigkeits- und Zertifizierungsfragen und helfen uns beim behutsamen Umbau der Fläche.

Planung (Stand August 2020)

Aus den älteren Fichtenbeständen werden wir sukzessive Bäume entnehmen, um die nächste Waldgeneration (Voranbau) unter den älteren Bäumen anzusiedeln und den Generationenwechsel einzuleiten – vorwiegend mit Buche und Weißtanne. Diese beiden Baumarten kommen mit den veränderten klimatischen Bedingungen deutlich besser zurecht als die Fichte.

Zum Erhalt der strukturellen Vielfalt werden wir zudem Kirschen und Eichen gezielt pflegen und weitere Baumarten wie Kastanie, Ahorn und Tanne einbringen. Geeignete Biotopbäume bleiben vollständig ungenutzt. Gleichzeitig pflegen wir die vorhandenen Altlaubholzbestände, um die Kohlenstoffbindung zu optimieren.

Diese Seite wird in gewissen Abständen aktualisiert, um über den laufenden Stand zu informieren.

Bildnachweis:

Intro-Bild: © Dirk Gratzel / Fotograf: Miriam Gratzel